Hashable – als Konkurrenz zu klassischen Visitenkarten?
Posted by Druckerei Blog | Posted in Allgemein, Online-Druckerei | Posted on 24-02-2011
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Viele Geschäftsleute nutzen heute bereits sehr stark die sog. Social Netzwork-Dienste wie LinkedIn, XING oder unternehmenswelt.de. Dabei haben die verschiedenen Netzwerke selbstverständlich unterschiedliche Prioritäten: LinkedIn ist ein international agierendes Business-Netzwerk, wobei XING eher schwerpunktmäßig im deutschsprachigen Raum einen großen Namen hat. Unternehmenswelt.de ist dabei eher für die Selbständigen, die sich hier untereinander austauschen.
Durch solche elektronischen Plattformen, die die Funktion einer Visitenkarte bzw. eines Adressbuches übernehmen, könnte die klassische Visitenkarte bald nicht mehr existieren. Allerdings gehört es nach wie vor nicht nur zum guten Ton, Visitenkarten auszutauschen. Viele Unternehmen legen hierauf sogar nach wie vor großen Wert, auch wenn die Social-Plattformen dies gerne anders hätten. Von Unternehmens- bzw. Unternehmerseite her werden die Social-Plattformen ergänzend zum klassischen Marketing genutzt und der persönliche Kontakt nach wie vor sehr hoch gehalten, was auch für ein gut laufendes Geschäft in den meisten Fällen eine wichtige und gute Mischung darstellt.
Hashable – ein neuer sozialer Dienst – basiert auf die Twitter-Funktionalität und möchte die klassische Visitenkarte durch eine elektronische Variante ersetzen. Darüber hinaus möchte man ein sog. Reputationssystem für Personen auf dem Markt etablieren. Reputation – also der Ruf eines Unternehmens oder einer Person – ist im Geschäftsleben ein sehr wichtiger Bereich. In New York bzw. Amerika ist die Applikation bereits erfolgreich auf dem Mart ist und sich behauptet hat.
Hashable setzt bei seiner Vermarktung vor allem Auf die Social Media-Dienste bzw. auf Twitter bzw. auf ein Empfehlungssystem.


Generell finde ich die Idee nicht schlecht, zumindest was daran neu ist, das Reputationssystem. Aber ich sehen social networking sites nicht als Konkurrenz, da wenn man auf einer Messe ist oder jemanden zufällig kennenlernt man immernoch Stift & Papier braucht (oder ein Handy) um die Kontaktdaten später Online einzutragen…
Also vielleicht ist es eine Ergänzung, die auch durchaus sinnvoll ist… aber ich glaube nicht dass alle Geschäftsleuten auf Messen jetzt immer mit ihrem iPhone rumlaufen und ihr gegenüber fragen ob sie es adden können. Also ja ein Fortschritt sind solche Seiten auf jeden Fall aber keine Konkurrenz.
Prinzipiell bin ich da sehr dafür, dass an die plastische Visitenkarte abschafft – das macht nur unnütz viel Arbeit so ein Ding herzustellen und kostet Geld.
Allerdings stellt sich mir die Frage, wie man dann einem Geschäftspartner oder einer anderen Person, der man gern seine Daten geben möchte, diese am leichtesten übermittelt. Sinn und Zweck war ja, dass man keinen zusätzlichen Stift und keinen Zettel benötigt, sondern in die Tasche greift und ein Bündel zusammengestellter Daten sofort parat hat.
Das würde ja wieder rückgängig gemacht werden, wenn man eine URL niederschreiben müsste.
Ich habe mich kürzlich mit Hashable etwas intensiver befasst und herausgefunden, dass der Dienst im Prinzip zu verwirrend ist. So kann man z. B. als Dritte zwei andere, die man selbst kennt, einander “vorschlagen”. Das passiert dann natürlich nur, wenn auch die “Werte” stimmen. Im Klartext: Schlage ich Leute einander vor, deren Werte nicht zusammenpassen, dann gibt es eher negative Resultate. Die Erklärung dieser Reputation, die man somit anderen verpasst und logischerweise auch selbst bekommt, ist schwer erklärbar, schwer verständlich und zudem auch stark manipulierbar. Diese Form des “Social Networkings” wird ganz sicher noch Zeit brauchen, bis selbige reif dafür ist.
Naja ich bin immer noch ein Freund von ganz normalen Visitenkarten. Pflege auch schöne meine Mappe dafür
Ich finde, dass man sowohl auf die klassische als auch auf die elektronische Visitenkarte nicht verzichten sollte. Wenn ich zu irgendeinem Laden hingehe oder in eine Werkstatt, nehme ich immer direkt die Visitenkarten mit. Denn diese hat man immer zur Hand, wenn man sie braucht. Was nützt mit eine elektronische Visitenkarte von einer Werkstatt, wenn ich unterwegs irgendwo liegen bleibe und die Werkstatt anrufen möchte. Andersrum lohnt es sich vor allem für Geschäftsleute, eine elektronische Visitenkarte zu besitzen, da man auf diese Weise mehr Neukunden gewinnen kann. Denn wem es gefällt, empfiehlt es ganz schnell allen Freunden, so wie man es eben mit allem macht im Internet, beispielsweise die gefällt mir Buttons bei Facebook.
Ach, all die Unkenrufe, dass man physische Medien nicht mehr bräuchte und alles über das Internet laufen würde…ich arbeite täglich und professionell mit dem Netz, daher weiß ich genau, wie wichtig das ist. Aber es muss ja nicht notwendigerweise die “reale Welt” komplett verdrängen. Wir produzieren beispielsweise DVD Visitenkarten, und die laufen immer noch sehr gut, trotz Internetanwendungen. Hat halt alles seine Stärken und Schwächen.